Rächt euch an Spammern

Nerven euch auch Goldspammer in Spielen?

Ich habe eine kleine Anleitung zur Rache gefunden, die wirklich sehr nett ist:

Wenn euch ein Goldseller nervt, schreibt euch die Internetseite auf, auf die er verweist.

WARNUNG: Oft verteilten diese Seiten Schadsoftware. Also alles weitere auf eigene Gefahr! (zumindest mit abgeschaltetem Java und eingeschaltetem NoScript auf die Seite gehen)

Geht jetzt auf diese Seite und sucht dort nach der Support-Mail-Adresse. Sobald ihr die habt, sucht ihr auf google nach Stichworten wie „free newsletter sign-up“ oder „kostenlos newsletter abonnieren“. Findet ihr die entsprechenden Seiten, gebt ihr dort die Supportmail-Adresse ein und macht möglichst viele Haken, damit der Support auch viele Newsletter bekommt.

Beispiele sind z.B. http://www.tasteofhome.com/sign-up-for-free-newsletters, https://member.webmd.com/newsletters/newsletters.aspx oder http://www.crosswalk.com/newsletters/.

Grundsätzlich sind am Besten die Newsletter-Seiten mit über 50 anwählbaren Newslettern. Der Support soll ja Spaß haben.

Die Suche nach ihren Kunden-Emails dürfte sich dann zwischen all den neuen Mails im Posteingang als, nunja… nennen wir es „leicht schwierig“ erweisen.

Viel Spaß!

P.S.: Natürlich kann man das auch anwenden, um sich an der Ex-Freudin oder der ungeliebten Schwiegermutter zu rächen. Dafür ist es aber nicht gedacht. Bitte benutzt das daher nur für unsere Lieblinge, die Spammer und Goldseller.

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Wildstar – eine Alternative für Hardcore-MMO-Spieler

Wer auf Hardcore-MMOs steht, dem sei das vor kurzem erschienene „Wildstar“ angeraten.

Interessant hat für mich das Spiel der Humor in den Präsentationsvideos gemacht. Allerdings habe ich beim näheren Hinsehen schnell gemerkt, daß das Spiel für mich als Gelegenheitsspieler nichts ist.

Es setzt, ganz altertümlich, auf eine Abo-Modell. Und genauso altertümlich wendet es sich vorrangig an Hardcore-Spieler. Leute also, die (aus meiner Sicht) zuviel Zeit haben und diese gerne in Onlinewelten verbringen.
Auch wenn die Werbung für das Spiel anders aussieht, sollte man sich als Spieler dessen bewußt sein. Wer auf so etwas steht, z.B. als Hardcore-Raider aus „WoW“ und dem sein Spiel nicht mehr gefällt, sollte sich „Wildstar“ sicher mal ansehen. Allen anderen sei davon abgeraten.

Nun noch etwas zum Abo-Modell von „Wildstar“, das nun doch eine Besonderheit aufweist. Es orientiert sich dabei an dem Modell von „EVE Online“.
Man kann in „Wildstar“ im Spiel selber verdientes Gold in einer Börse gegen sogenannte C.R.E.D.D.s tauschen, die eine Art Echtgeld-ingame-Währung darstellen. Mit diesen C.R.E.D.D.s kann man dann Spielzeit dazu kaufen.

Allerdings heißt die Bindung an eine Börse auch, daß das nur funktioniert, wenn genug Spieler da sind, die C.R.E.D.D.s mit Echtgeld kaufen, um sie dann in der Börse gegen ingame-Gold zu tauschen. Und die Preise dürften, das zeigen andere Spiele, z.B. „Guild Wars 2“, steigen. Je mehr Gold Spieler anhäufen, desto mehr kosten dann auch durch die entstehende Inflation die C.R.E.D.D.s.

Ich bin kein Hellseher, aber ich vermute mal, auch „Wildstar“ wird trotz dieses Konzeptes den Weg der meisten Abo-MMOs gehen und irgendwann „free2play“ werden. Denn auch wenn das Geschäftsmodell mit den C.R.E.D.D.s so schön erklärt ist, es funktioniert nur, wenn sich genug Masse an Spielern findet. Und diese Masse erreicht man nicht mit den Hardcore-Spielern, sondern nur mit Gelegenheitsspielern. Die bringen das Geld.

Nur ist Wildstar eben nicht darauf angelegt, diese Spieler ans Spiel zu binden.

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EA Mythic wird zugemacht

EA hat längst seinen Ruf weg als der große böse Wolf der Spielebranche weg, der kleine, erfolgreiche Firmen aufkauft, sie aussaugt und dann wegwirft.

Nun kam die Nachricht, daß das Studio EA Mythic geschlossen wird. Das sind die, die „Dark Age of Camelot“ und „Warhammer Online: Age of Reckoning“ gemacht haben. Während „WAR“ seit Dezember 2013 abgeschaltet wurde, läuft das inzwischen fast 13 Jahre alte „DAoC“ immer noch.

Inzwischen wird es von Broadsword Online Games betrieben, wo auch noch einige der alten Entwickler von Mythic beschäftigt sind und ihr Baby immer noch betreuen.

Meiner Ansicht nach kann man EA an der Situation keine Schuld geben. „WAR“ war leider schon ein Flopp, bevor EA die Sache übernommen hat, weil in der Entwicklung einiges schief ging. Da sollte ein „World of Warcraft“-Clon gemacht werden, der mit dem guten Namen von „DAoC“ und der „Warhammer“-Serie vermarktet werden sollte.

EA konnte auch nichts mehr retten. Das Spiel mußte dann unfertig auf den Markt geworfen werden und war eines der MMORPGs, die an der Qualität von Blizzard gescheitert sind. Konnte man früher noch unfertige Titel fertig stellen, während die Spieler schon Abo-Gebühren abdrückten, ging das zu Zeiten, als man „WoW“ als Konkurrenz hatte, eben nicht mehr.

Mythic muß man -leider – keine Träne mehr nachweinen. Denn mehr als das Name war von dem Studio, das zuletzt Titel für den Mobil-Markt gemacht hat, nicht geblieben.

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Warum soll man dafür monatlich zahlen?

Ich konnte jetzt bei einem Freund, der im Betatest von „The Elder Scrolls Online“ einen Platz bekommen hat, mal einige Zeit über die Schulter sehen.

Was ich da gesehen habe, war nicht schlecht. Allerdings habe ich auch hier die Befürchtung, daß „TESO“ das gleiche Problem wie „Star Wars: The Old Republic“ haben wird. Als Rollenspiel schön und gut und wenn es als Einzelspielerspiel verkauft würde, hätten die Spieler sicherlich auch Spaß daran.

Aber warum zum Teufel soll ich ein Abonnement dafür abschließen und monatlich dafür zahlen?

Den MMO-Teil würde ich im günstigsten Fall unkomfortabel nennen. Man kann sicher auch ganz andere Ausdrücke dafür verwenden. Die meinen aber alle eins: „TESO“ ist nicht auf dem Stand der Zeit, was die Spielbarkeit als MMO betrifft. Und wie ich schon bei vielen anderen Spielen angemerkt habe, die heute als Flops dastehen: Es läßt sich nachher nichts mehr gut machen. Wenn diese Schwächen, die nur etwas mit der Bedien- und Spielbarkeit zu tun haben, nicht bis zum Release ausgemerzt werden, wird die Karawane weiterziehen.

Bei einem MMORPG möchte ich mit oder gegen andere Spieler spielen. „TESO“ bietet mir in diesem Bereich zu wenig. Vielleicht hätte der Entwickler Zenimax weniger Wert auf vollvertonte Quest („SW:TOR“, ick hör Dir trapsen) legen sollen und sich mehr Gedanken darüber machen, wie man das MMO-Gefühl beim Spieler herstellt.

„The Elder Scrolls Online“ ist ein Spiel für Leute, die gerne eine schöne Welt erforschen und interessante Quests machen wollen, aber das wäre beides außerhalb eines MMOs besser aufgehoben.

Als Fazit werde ich den Eindruck nicht los, daß man eher darauf geschaut hat, für das Modell eines Einzelspielerspiels monatliche Gebühren abgreifen zu können als darauf, ein echtes MMO zu entwickeln. Die Abo-Gebühren dienen dabei eher als Ersatz für die Verkaufspreise von DLCs und Addons.

Ob diese Kalkulation des Publishers aufgegeben wird, bleibt abzuwarten. Ich bin eher skeptisch und ich finde es schade, daß „TESO“, an das sich viele Hoffnungen für die Wiederbelebung das Abo-Modell in MMOs geknüpft haben, eigentlich schon jetzt auf einem sich vorzeichnenden Weg in die langfristige Erfolglosigkeit ist.

Es würde mich wundern, wenn nicht nach 1 bis 1 1/2 Jahren nach Release das Abo-Modell über Bord geworfen und auf „f2p“ umgestellt wird. Eine Art Shop ist ja schon vorhanden. Vielleicht traut der Entwickler dem eigenen Plänen nicht und hat bereits eine Alternative B in der Schublade liegen.

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Inoffizieller Nachfolger für „APB:Reloaded“

EA war ja der ursprüngliche Publisher des Polizei vs. Gangster Shooter-MMOs „All Points Bulletin“. Dieser Bereich hat durchaus Potential. Daher ist es nicht verwunderlich, daß EA nun einen Battlefield-Titel im Police-Setting an den Start schicken will. Bisher ist über dieses Spiel nicht viel bekannt, außer dem Code-Name „Havana“ und daß ein Hauptaugenmerk auf Charakterindividualisierung liegen wird.

Das ist neben dem Setting genau der Bereich, in dem „APB:Reloaded“ punktet.

Wir dürfen jedenfalls gespannt sein. Da die Engine von „APB:Reloaded“ langsam in die Jahre kommt, könnte ein Titel mit der Frostbite-Engine auf Battlefield dem Spiel endgültig den dürren Hals brechen.

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Die letzte Chance der Abo-MMOs?

Am 04.April 2014 erscheint das MMO „The Elder Scrolls Online„. Dabei handelt es sich um das einzige große MMO-Projekt, daß der Hype um „World of Warcraft“ und die dann erfolgten Flops „Warhammer Online:Age of Reckoning“ und „Star Wars: The Old Republic“ übrig gelassen haben.

Während sich „WoW“ nach wie vor des Abo-Modells erfreut, auch wenn es inzwischen, seinem hohen Alter geschuldet, auf dem absteigenden Ast ist, wurden bei „WAR“ sogar die Server abgeschaltet und „SW:TOR“ hat sich in ein free-to-play-Modell gerettet.

Nichts desto trotz will Publisher Bethesda das von ZeniMax Online entwickelte „The Elder Scrolls Online“ im Abo-Modell heraus bringen.
Was erst einmal nach Selbstmord klingt, könnte sogar eine kleine Chance auf Erfolg haben. Denn das Spiel spricht die Fans der Elder-Scrolls-Reihe an, die erstmals in einem MMO gemeinsam die Spielwelt Tamriel erkunden können und – viel wichtiger – das Spiel soll ab Juni 2014 auch auf den Konsolen der neuen Generation, Playstation 4 und X-Box One, erscheinen.

Daß der PC-Markt längst nicht mehr das Zugpferd ist, wenn es um Spiele geht, ist bekannt. Obwohl der PC meiner Meinung nach die beste, weil flexibelste und nach oben offene Spieleplattform ist, ist der Konsolenmarkt inzwischen viel größer. Natürlich gibt es Überschneidungen und PC-Spieler haben auch Spielkonsolen zu hause stehen. Allerdings ist gerade bei der jüngeren Generation die Spielkonsole eindeutig auf dem Vormarsch.

„TESO“ wird das erste MMO sein, das auf diesen Markt setzt, den selbst Blizzard mit seinem „WoW“ außen vor ließ.

Da auf Konsolen Abo-Modelle nichts Neues sind, könnte es sich dort sogar leichter durchsetzen lassen als bei der PC-Spielerschaft, die inzwischen auf „free-to-play“ eingestellt ist. Dazu zähle ich auch das derzeit, nach „WoW“, erfolgreichste MMO „Guild Wars 2“, bei dem es sich zwar um ein „buy-to-play“ Spiel handelt, das aber auch ohne monatliche Gebühren auskommt.

Spätestens Ende 2014 wird sich zeigen, ob „TESO“ genug Inhalt bietet, um Spieler nach erreichen der Höchststufe von 50 weiter ans Spiel zu binden. Bis dahin zu kommen soll es nach Aussage der Entwickler auf der letzten E3 um die 150 Spielstunden dauern. Ich erwarte allerdings, daß es viele das schon in 3-4 Wochen geschafft haben, also mit Ablauf des Zeitraums, bei dem man sich wahrscheinlich entscheiden muß, ob man nun ein Abo abschließt oder nicht.

Was bietet das Spiel also nach Erreichen des Maximallevels?

Man entscheidet sich anfangs für eine von drei Allianzen. Ab Level 50 hat man die Möglichkeit, das Gebiet der nächsten Allianz zu erforschen und dann wiederum das Gebiet der dritten.

Außerdem bietet „TESO“ noch Dungeon für Gruppen von 4 Spielern, so etwas wie die aus „GW2“ bekannten RvR-Kämpfe auf einer extra Karte und Gebiete außerhalb der drei Allianzen, die Spieler nur in großen Gruppen erfolgreich durchstreifen können.

Wie das im Einzelnen aussehen wird, weiß man noch nicht. Viele Ideen erinnern mich an „GW2“, z.B. das RvR, daß der Charakter ab Level 1 ins RvR kann und dafür angehoben wird oder die lediglich 6 Skills, die der Charakter auf der Leiste haben kann, die aber außerhalb des Kampfes gewechselt werden können, ebenso wie der „Elite-Skill“, dessen Einsatz kampfentscheidend sein soll.
Es schadet aber nichts, gute Ideen aus anderen Spielen zu holen. Das hat uns schon „WoW“ deutlich gezeigt.

Allerdings geht „TESO“ auf vielen Gebieten auch eigene Wege oder entwickelt Bekanntes fort. So gibt es z.B. keine Klassen mit festen Fähigkeiten. Man muß sich zwar für eine Klasse entscheiden, ist aber frei, welche Rüstungen man anlegt und welche Waffen man wählt. Ein Krieger im Stoffkleid mit Stab in der Hand, der Zaubersprüche schmettert, dürfte also genauso möglich sein wie ein Magier im Plattenpanzer, der sich mit dem Großschwert in den Nahkampf stürzt. Und die Charakterentwicklung soll, was Fähigkeiten anbelangt, genauso frei sein. Außer auf den Fähigkeitenbaum, für den man sich durch die Klassenwahl beschränkt und der die spezifischen Fähigkeitenbäume anderer Klassen ausschließt, können alle aus einem allgemeinen Fähigkeitenpool schöpfen, um ihre ganz persönliche Spielweise zu finden.

Klingt gut. Stellt sich nur für den erfahrenen MMO-Spieler die Frage, ob die Entwickler dann eine Art Balance im PvP hin bekommen und ob sich nicht bestimmte „Builds“, also feste Zusammenstellungen von Fähigkeiten, als überlegen herausstellen und alle anderen Kombinationen damit Makulatur werden lassen.

Im Kampf soll es ein ganz eigenes System mit der Möglichkeit geben, zu blocken, mit einem Fadenkreuz gezielt anzugreifen und Angriffe durch Kanalisieren aufzubauen, die dann kräftiger reinhauen. Auch hier stellt sich natürlich die Frage, ob sich dieses für Einzelspielertitel sicher gute Kampfsystem auf ein MMO übertragen läßt, bei dem mögliche Lags die ganzen schönen Optionen ausbremsen oder sogar unmöglich machen können. Besonders beim PvP, bei dem „hunderte Spieler“ aufeinander treffen sollen, muß die Latenz eben stimmen, damit dieses Kampfsystem funktioniert.

Da sind wir aber auch schon bei einem Punkt, der genauso wie die Frage der Langzeitmotivation für Erfolg oder Mißerfolg entscheidend sein wird:
Wird „The Elder Scrolls Online“ bugfrei und spielbar auf den Markt kommen? „WAR“ und SW:TOR“ litten ja nicht zuletzt daran, daß sie vorzeitig rausgehauen wurden und sich die Spieler dann schon verabschiedet hatten, bevor Bugs behoben und Verbesserungen eingebaut werden konnten.

Etwas zu denken gibt der Umstand, daß die geschlossene Beta noch läuft, die NDA noch besteht und wir gute zwei Monate vor Release noch wenig Schnipsel in Spielegrafik gesehen haben. Ganz zu Schweigen von Berichten von Betatestern, externer Spielevideos oder Angaben über Klassen, Fähigkeiten und wie sich das Kampfsystem wirklich anfühlt.

Das und die Frage, ob das Spiel den Ansturm der MMO-Heuschrecken, die sich auf jedes neue Spiel stürzen, dieses aber auch genauso schnell wieder hinter sich lassen, überstehen wird, entscheidet letztlich nicht nur über das Schicksal des Spiels, sondern auch darüber, ob überhaupt noch einmal ein Publisher versuchen wird, ein MMO mit Abonnement heraus zu bringen.

Wir dürfen gespannt sein…

Für mich persönlich haben Spiele mit Abo-Modell ausgedient. Ich lasse zwar in dem einen oder anderen „f2p“-Titel mehr Geld, als ich mit einem Ab-Modell dort gelassen hätte. Dafür habe ich aber die Freiheit, auch mal nicht zu spielen, wenn ich keine Lust oder Zeit habe, ohne das Gefühl, daß ich muß, weil ich bezahle oder die Entscheidung treffen zu müssen, ob man ein Abonnement nun verlängert oder nicht. Daher werde ich mir, trotz meiner Neugier, „TESO“ nicht zulegen, aber weiter darüber berichten.

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Das Ende der free-to-play Generäle

Dank Crowdfunding erlebt die Rundenstrategie eine Renaissance. Gleichzeitig scheint der free-to-play Boom abzuebben. Hat z.B. Electronic Arts erklärt, daß sie in Zukunft nur noch auf f2p-Titel setzen würden, kommt jetzt ein ganz „normales“ Battlefield 4 heraus.

Und es ist auch EA, daß den 2011 als „Command & Conquer Generals 2“ angekündigten Echtzeitstrategie-Titel nun erstmal einstellt und auch gleich das Entwicklerstudio auflöst. Genau wie Trion Worlds „End of Nations“ sollte der neueste Titel der „C&C Generals“-Serie Multiplayerschlachten in Echtzeit liefern und sich über einen Ingame-Shop finanzieren.

Um Trions Titel ist es ja schon länger still geworden. Eines der letzten Lebenszeichen, die ich gefunden habe, ist der Plan, es in ein „Battle Arena“-Spiel umzuwandeln. Das konnte man auf den Gesamtzustand der Firma schieben, die auch ihr MMO „Rift“ zum „f2p“-Titel umwandeln mußte, um am Markt nicht gänzlich unterzugehen. Vielleicht fehlten für das ambitionierte Projekt „End of Nations“ einfach die Geldmittel.

Allerdings dürfte fehlendes Geld bei EA keine Rolle gespielt haben. Eher die Einsicht, am Markt vorbei zu produzieren. Warum sollte ein Spieler in ein „f2p“-Spiel Geld investieren, wenn er den derzeitigen König der Echtzeitstrategie spielen kann? Und das ist wieder einmal der Name Blizzard. Und deren „Starcraft 2“.

Ein weiterer Grund dürfte sein, daß die Gruppe der Strategiespieler inzwischen doch sehr klein geworden ist. Und die, die Echtzeitstrategie bevorzugen, sind nochmal eine kleinere Gruppe. Also nichts, um viel Geld zu machen.

Jedenfalls scheint man die Hoffnung, daß durch das „f2p“-Modell die Echtzeitstrategie einen neuen Boom erlebt, begraben zu können. Das mag aber auch daran liegen, daß bei den Geschäftsmodellen eher die $$ in den Augen prangten als die Idee, etwas zu machen, was die entsprechende Spielerschaft fesseln wird.

Wenn es stimmt, daß „End of Nations“ in den Arena-Bereich umschwenkt, wird Trion dort auch keinen leichten Stand haben. Denn da gibt es genug Konkurrenz und einen neuen Titel braucht da wahrscheinlich auch niemand.

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