Planetside 2 – Ein Guide (Teil 1)

Der Einstieg

In allen Berichten wird betont, wie verloren sich neue Spieler in Planetside 2 vorkommen. Das liegt aber gar nicht so sehr daran, daß das Spiel so komplex wäre, sondern daran, daß das Spiel selber einem nicht viel an Hilfestellung bzw. Anleitung bietet. Für ältere Spieler, die es kennen, daß man sich ein Spiel erst erarbeiten muß, nichts wirklich Neues. Für jüngere Spieler aber, die in Zeiten der allumfassenden Tutorials aufgewachsen sind, vielleicht durchaus ein Problem.

Die Wahl – Sony, Steam oder ProSiebenGames
Ich würde dazu raten, den Account über die Internetseite von „Planetside 2“ direkt bei Sony zu machen und nicht den Umweg über ProSiebenGames zu gehen. Auch Steam braucht man nicht unbedingt, um das Spiel zu starten.

Fraktionswahl
Zunächst wird man vor die Wahl gestellt, welche der drei Fraktionen man wählen möchte. Auf die Hintergrundgeschichte gehe ich hier mal nicht ein, denn die kann man auf der offiziellen Seite nachlesen.

Wichtig ist auch weniger der Hintergrund, als die Auswirkungen. Die „Terranische Republik“ (TR) setzt eher auf Waffen, die schnell eine große Menge von Projektilen ausspucken. Das „Neue Konglomerat“ (NC) dagegen hat eher langsam schießende Waffen mit hoher Durchschlagskraft. Die Vanu Souverinität dagegen setzt auf Alientechnologie beruhende Strahlenwaffen ein, was dazu führt, daß deren Geschosse keine Verringerung der Geschoßgeschwindigkeit, den sog. „bullet drop“ haben. Alles, was man anvisiert, trifft man also auch.

Bevor man sich endgültig für eine Seite entscheidet, sollte man vielleicht im Übungsgelände alle Waffen dieser Seite mal ausprobieren. Zum Übungsgelände komme ich gleich.

Das erste Mal im Spiel
Kommt man das erste Mal ins Spiel, läuft ein kleines Video und man landet irgendwo. Wichtig ist jetzt, zunächst den Aufbau der Karten zu kennen. Es gibt derzeit drei Kontinente. Mit „M“ ruft man die Karte und das Menu auf. Dort kann man sich alle Karten der drei Kontinente ansehen.

Wichtigster Punkt für Anfänger auf der Karte ist das eigene Warpgate. Das ist eine nicht angreifbare Zone, in der man auch gegen Feuer der eigenen Mitspieler unverwundbar ist. Dort befindet sich ein Terminal mit einem Planeten oben drauf. Damit kann man den Kontinent wechseln.

Dann gibt es ähnliche Terminals mit Waffen bzw. Fahrzeugen oder Fluggeräten darauf. Dort kann man auf die Klassen, die Waffen und die Fahr- bzw. Flugzeuge zugreifen.

Klassen
Es gibt 6 Klassen im Spiel:

  1. Leichte Angriffseinheit – eine durch das Jetpack auf dem Rücken sehr mobile und bewegliche Infaterie, die durch die Nutzbarkeit von C4-Sprengstoff auch Fahrzeugen/Flugzeugen gefährlich werden kann
  2. Schwere Angriffseinheit – mit zusätzlichem Schild, Raketenwerfern und den nur von dieser Klasse nutzbaren leichten MGs eine Art Schocktruppe
  3. Spion – kann sich zeitlich begrenzt unsichtbar machen und als einzige Klasse Scharfschützengewehre benutzen, sowie feindliche Terminals und Geschütztürme hacken (also quasi für die eigene Seite einnehmen)
  4. Ingenieur – repariert Fahrzeuge, Flugzeuge und Geschütztürme, kann stationäre MG- und Lenkraktentürme aufbauen und nutzen, sowie C4, Panzerminen und Anti-Personenminen verwenden und Munitionspakete für Infanterie ablegen
  5. Sanitäter – kann heilen und wiederbeleben, kann als einzige Klasse ein Sturmgewehr verwenden
  6. MAX-Einheit – ein Exoskelett für einen Soldaten mit schwerer Panzerung und einen großen Auswahl an schweren Waffen für jeden der beiden Arme, die gleichzeitig benutzt werden können

Am Infanterie-Terminal kann man die Klassen je nach Wunsch wechseln. Nur die MAX-Einheit verbraucht zusätzlich Infanterieressourcen zum spawnen und hat einen Cooldown-Timer.

Letztlich ist es Geschmackssache, welche Klasse man wählt. Allerdings empfehlen sich für Anfänger der Ingenieur und der Sanitäter, da man mit beiden sehr schnell sehr viel Erfahrung machen kann.
Natürlich hängt das von der Situation ab. Ein Sani oder Ingi, der auf Rambomissionen geht, wird kaum Punkte machen. Ein Sani aber, der in einer hitzigen Gefechtssituation rumspringt und am laufenden Band Mitspieler heilt und wiederbelebt wird genauso mit Erfahrungs- und damit CERT-Punkten (siehe unten) zugeschüttet wie ein Ingenieur, der in einem ebensolchen Gefecht Fahrzeuge am Stück repariert. Eine weitere Möglichkeit für einen Ingenieur, viel Erfahrung zu bekommen ist, nach der Eroberung einer Anlage vor allem die Geschütztürme wieder zu reparieren. Oft hat man Glück und alle anderen ziehen weiter. Dann regnet es richtig Punkte, wenn man alles alleine wieder reparieren kann.
Dabei gilt im Kampf natürlich, daß man den Kopf unten behalten sollte, denn gerade diese beiden Klassen sind bevorzugte Ziele z.B. für feindliche Scharfschützen.

Ressourcen
Es gibt drei Arten von Ressourcen, nämlich Flugzeug-, Fahrzeug- und Infanterieressourcen. Von allen kann man höchstens je 750 haben. Verbraucht man sie, laden sie sich in einem bestimmten Zeittakt neu auf.

Erfahrungs- und CERT-Punkte
Für alle Aktionen, die man im Spiel macht, gibt es Erfahrungspunkte. Und für eine bestimmte Menge Erfahrungspunkte gibt es dann Cert-Punkte. Ansonsten sind die Erfahrungspunkte nur gut dafür, im Spielerrang aufzusteigen. Ein höherer Rang bringt nichts, außer neue Abzeichen, die man auf dem Charakter anzeigen lassen kann.
Wichtig sind die CERT-Punkte, denn für diese kann man einerseits die Fähigkeiten der Infanterieklassen, Flugzeuge und Fahrzeuge ausbauen, andererseits neue Waffen kaufen.

Bewegen auf der Karte
Aufgrund der großen Entfernungen in „Planetside 2“ empfiehlt es sich, nicht zu laufen, sondern sich entweder mit einem Fahrzeug zu bewegen (hier steht als erste Wahl das schnelle und „Flash“ zur Verfügung, welches zudem nur wenige 100 Fahrzeugpunkte braucht) oder durch Drücken der „Entf“ zu verlegen (man kann dann einen neuen Einstiegspunkt wählen).

Die Trainingswelt
Über das Weltkugel-Terminal kann man nicht nur die drei Kontinente, sondern auch den Trainingsbereich betreten. Im Trainingsbereich kann man alle Waffen, Fahr- und Flugzeuge ausprobieren. Auch um z.B. den Umgang mit einem Flugzeug zu lernen, ist dieser Bereich ideal. Es bestehen nämlich keine Limitierungen durch Ressourcen oder Respawn-Timer.

Ich würde jedem Neuling raten, sich erst einmal dort alle Fraktionen anzusehen, um sich dann endgültig für eine zu entscheiden.

Außerdem sollte man sich die Fahrzeugwaffen ansehen. Es kann immer mal vorkommen, daß man als Schütze an einer Sekundärwaffe in einem Fahrzeug landet. Dann sollte man wissen, was man da vor sich hat, damit man z.B. nicht sinnlos mit einem Anti-Flugzeug-MG auf Panzer schießt oder – anders herum – mit einer Anti-Panzer-Rakete auf Flugzeuge, die man damit nicht trifft, es sei denn ein dummer und blinder Pilot steht ruhig vor einem in der Luft.

Schild und Leben
Der „Lebensbalken“ ist in zwei Bereiche eingeteilt. Einmal den blauen Balken des persönlichen Schilds, der sich nach Beschuß nach einer Weile wieder auflädt und dann den grünen Balken des tatsächlichen Lebens. Ist der am Ende, ist man tot. Dieser Balken kann nur durch Tools, die man über CERTs erwerben kann und mitnehmen muß, aufgeladen werden. Allerdings lohnen sich diese Tools nur für den Sanitäter und die schwere Angriffseinheit,

Fair Play
Man kann in Planetside alles außer kosmetischen Dingen mit CERTs kaufen. Natürlich kann man auch echtes Geld ausgeben, indem man StationCash kauft und damit dann für Waffen zahlt.

Mit den Anfängerwaffen kann man durchaus etwas anfangen. So ist das anfängliche Scharfschützengewehr beim Neuen Konglomerat eines der besten im Spiel.

Ich würde daher raten, anfangs die Finger davon zu lassen, Waffen mit CERTs zu kaufen und lieber den Charakter damit aufwerten. Will man eine bestimmte Waffe haben, so bietet es sich eher an, Echtgeld dafür auszugeben. Die Preise sind angenehm niedrig. Muß man z.B. in „All Points Bulletin Reloaded“ für eine Waffe 60 – 70 € hinblättern, kostets sie in „Planetside 2“ um die 7 €. Da kann man wirklich nichts sagen, weil das Spiel ansonsten kostenlos ist und auch wirklich, aufgrund seiner Qualität, eine Unterstützung verdient.

Aber auch wenn man völlig darauf verzichtet, neue Waffen zu kaufen und neu im Spiel ist, kann man von Anfang an mitspielen. Niemand, der schon lange spielt, wird übermächtig. Oft ist gar nicht die Ausrüstung entscheidend, sondern wer den ersten Schuß hat, also den Gegner früher sieht. Spieler, die länger dabei sind, stechen nur durch Erfahrung und Können hervor, nicht durch bessere Ausrüstung, die ihnen einen gottgleichen Status verleiht.

Friendly Fire
Entgegen z.B. der „sicheren“ Server in Battlefield, kennt „Planetside 2“ freundliches Feuer. Man kann also, außer in der sicheren Zone um das Warpgate herum, Mitspieler der eigenen Fraktion töten. Das kommt sogar recht oft vor, allerdings habe ich es kaum erlebt, daß es absichtlich gemacht wird.
Als Neuling sollte man sich aber bewußt sein, daß es nicht die beste Möglichkeit ist, von einem Fahrzeug mitgenommen zu werden, sich ihm in den Weg zu stellen. Das ist vielmehr die beste Möglichkeit, überfahren zu werden.

Genauso sollte man nicht in die eigene Infanterie schießen, wenn sie im Nahkampf mit dem Gegner verbissen ist. Oder mit einem Flash unbedingt einen Panzer von der Straße drängen wollen.

Schießt man zu viel auf eigene Truppen, sperren sich übrigens die eigenen Waffen für eine bestimmte Zeit. Im übrigen bekommt man Feuer auf die eigenen Truppen optisch und akustisch gut angezeigt und jeder hat ja auch einen Schild, der sich regeneriert, wenn man nicht mit zu durchschlagskräftigen Waffen zugeschlagen hat.

Verhalten: Freundlich sein
Eigentlich müßte man es nicht extra erwähnen, aber ich tue es trotzdem mal, weil es leider nicht selbstverständlich ist.

Es ist eine Unsitten in Shootern, daß Spieler, um auf sich aufmerksam zu machen, freundliche Spieler anschießen.
Der Sanitäter, der Dich nicht heilt oder der Ingenieur, der Dir keine neue Munition vor die Füße legt, wird es auch nicht eher tun, wenn man ihm eine Salve in den Pelz jagt.

Ich habe es vor kurzem sogar erlebt, daß wir uns zu zweit zu einem wichtigen Punkt vorgearbeitet haben. Ich habe nur noch wenig Leben gehabt und mein „Mitspieler“ wollte Munition. Schießt er mich deswegen an und ich bin tot. Lange konnte er den Punkt dann alleine nicht halten. Er hat sich vielmals entschuldigt. Aber wenn man sich sowas gar nicht erst angewöhnt, ist es besser.

Über die Taste „V“ kann man ein Kontextmenü aufrufen, in dem man durch Tastendruck einfache Bitten, Befehle usw. abgeben kann. Darüber kann man sowohl um Munition als auch um Heilung bitten. Das ist der bessere Weg.
Ich ignoriere inzwischen bewußt Mitspieler, die hinter meinem Sunderer herrennen und statt über das Kontextmenü um Mitnahme zu bitten (was noch zusätzlich ein deutliches Lenkradsymbol über den Kopf legt) auf mein Fahrzeug schießen.

Natürlich hat die Medaille auch eine andere Seite. Wer Sanitäter oder Ingenieur ist, sollte versuchen, möglichst zu heilen bzw. zu reparieren oder Munition zur Verfügung zu stellen. Allerdings hilft es nichts, einen Ingenieur, der seine Bitten nach Munition ignoriert, dann trotzdem anzuschießen. Er könnte ja Minen oder C4 und gar keine Munition dabei haben.

Munition
Munition ist überhaupt so eine Sache. Furchtbar „gerne“ sieht man als Fahrzeuginhaber, wenn jemand zusteigt und anfängt, mit den Fahrzeugwaffen wild in der Gegend herum zu schießen. Es mag ja schön viel Krach und Spaß machen, aber es verbraucht Munition. Und die kann u.U. später mal sehr wichtig sein. Auch sollte man Fahrzeugwaffen, wenn man sie schon benutzt, auch nachladen.
Es „erfreut“ den Mitspieler sehr, der im Rettungssprung in einen Sunderer hastet, um die Fahrzeugwaffe gegen einen herannahenden Panzer oder ein Flugzeug zu bemannen und feststellt, daß gerade noch 2 Schuß im Magazin sind. Er muß dann, statt auf die Gefahr zu schießen, erstmal nachladen. Und bevor das beendet ist, kann schon alles vorbei sein.

Infanterie bekommt Nachschub für die Schußwaffen durch die Munitionspakte von Ingenieuren. Fahrzeuge laden an den mit einem Munitionssymbol gekennzeichneten Türmen in den eigenen Einrichtungen auf und Flugzeuge auf den Landeplattformen, die ebenfalls dieses Zeichen haben.

Granaten und andere Tools kann man nur an den Infanterie-Terminals aufladen, indem man den „neu ausrüsten“-Knopf klickt.

Fortsetzung folgt…

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Der (vor-)letzte der Mohikaner

Das MMORPG von Trion Worlds, Rift, wird nun auch free-to-play. Mit dieser Entwicklung war zu rechnen. Eher konnte man sich wundern, wie lange sich Rift im Abonnentenmarkt gehalten hat, war es doch sehr ähnlich zu „WoW“, nur mit neuerer Technik. Anderen Spielen, die auf das gleiche Pferd der „WoW“-Ähnlichkeit gesetzt haben, ist ein längerer Erfolg nicht gelungen.

Jetzt bleibt einzig und alleine noch „World of Warcraft“, das aber als Ausnahmeerscheinung mit anderen MMORPGs eigentlich nicht zu vergleichen ist.

Inzwischen stellt sich allerdings für die f2p-Spiele die gleiche Frage, die früher auch für die Abospiele galt: Kann ich meine Kunden halten und Geld verdienen?

Zwar hat der Spieler eines f2p-Spiels nicht den Druck hinter sich, monatliche Gebühren zahlen zu müssen und daher die Überlegung, ob das Abo sich noch lohnt. Aber auch f2p-Spiele müssen ja Geld verdienen und das verdienen sie nur an den Spielern, die auch spielen und somit bereit sind, Geld im Spiel auszugeben. Jetzt haben wir immer mehr Spiele, die auf diesen angeblich lukrativen Markt drängen und dadurch entsteht auf diesem Markt ein ebensolcher Druck der Anbieter untereinander, wie ihn auch der Abo-Markt hatte.

Die Frage stellt sich nur, wohin weichen die Anbieter aus, die diesem Druck nicht standhalten können? Da gibt es ja nichts mehr.

Trion ist übrigens in letzter Zeit in die Schlagzeilen geraten, weil der f2p Strategietitel „End of Nations“ nach der Beta nichts mehr von sich hören läßt. Möglicherweise hat man erkannt, daß f2p nicht immer das Allheilmittel ist und diesen Titel eingestampft.

Bleibt abzuwarten, wie sich „Rift“ gegen die neue Konkurrenz schlägt, in deren Haifischbecken es sich nun – wahrscheinlich notgedrungen – begeben hat.

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Lange Abwesenheit

Ich war jetzt lange inaktiv, jedenfalls was mein Blog angeht.

Gespielt habe ich in dieser Zeit weiter, aber nicht mehr so intensiv wie vorher, wenn man bei einem Casual überhaupt von Intensität reden kann. Es kamen viele Dinge, vor allem privater Art, dazu, die mich daran gehindert haben, meinem Hobby viel Zeit zu widmen.

Allerdings habe ich in dieser Zeit auch neue Grundlagen für mein Hobby gelegt, z.B. endlich meinen langen geheegten Plan umgesetzt und das Programm fraps erworben, mit dem ich mich aber auch vertraut machen muß.

So ganz untätig war ich aber auch nicht und habe u.a. an einem Guide für Planetside 2, den f2p Shooter von Sony gearbeitet.

Ich hoffe dann aber, irgendwann, nicht nur schriftlich zu berichten, sondern das ganze auch mit Videos auflockern zu können.

Schauen wir, was die Zukunft bringt.

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Sind Raubkopierer wirklich schädlich?

Ich kaufe mir nur Originale. Sowohl von Spielen, als auch von Musik oder Filmen. Allerdings muß ich sagen, daß ich einerseits genug Geld habe und andererseits mein Konsum im Alter nachgelassen hat.

Als Jugendlicher sah das ganz anders aus. Beim C64 wußte ich gar nicht, daß man Spiele auch kaufen kann. Da wurde nur getauscht. Und Musik hat man eben aus dem Radio auf Kassette mitgeschnitten, was damals legal war und immer noch legal ist. Das das Überspielen von einer mitgeschnittenen Kassette auf die andere nicht legal war, hat damals wenig interessiert. Man hatte überhaupt keine Idee davon, etwas illegales zu tun.

Heute sieht die Sache anders aus. Heute weiß ich, was legal und was illegal ist und ich halte mich an die Gesetze. Allerdings wird mir als ehrlicher Kunde immer wieder erzählt, daß die Firmen meine Rechte einschränken müssen – besonders im PC-Spielebereich, weil es so viele Raubkopierer gibt. Und wenn man das nicht einschränkt, wird mir erzählt, gehen Firmen pleite, weil Kunden sich die Spiele als Raubkopien holen, statt sie zu kaufen.

Das konnte ich nie nachvollziehen, weil ich nicht glaubte, daß man die Zahl der Raubkopierer einfach als Kunden hochrechnen kann. Die Industrie macht es ja so: „Wir haben X Raubkopien von einem Titel. Wenn wir die Raubkopien unterbinden, haben wir diese X Raubkopierer als Kunden und verdienen entsprechend mehr.“
Meine Meinung dazu war schon immer, daß man das nicht so rechnen kann. Ich glaube einfach nicht, daß alle Raubkopierer sich den Titel dann kaufen würden. Sie kaufen ihn sich ja gerade nicht, sondern wollen kein Geld dafür ausgeben.

Jetzt kam eine Studie der Copenhagen Business School und der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu dem Ergebnis, daß seit der Schließung des Filehosters Megaupload im Januar 2012 keineswegs höhere Einnahmen für die Filmindustrie entstanden sind, sondern für Produktionen mit geringerm Marketingbudget sogar gesunken sind.
Die Studie führt das auf den Effekt zurück, daß man über die „Raubkopierer“ mit geringer Zahlungsbereitschaft auch Konsumenten mit hoher Zahlungsbereitschaft erreiche. Quasi erzählt der „Raubkopierer“ einem Bekannten, wie gut etwas ist und der kauft es dann. Dieser Effekt fällt weg, wenn der Raubkopierer wegfällt.

Das ist durchaus logisch.
Und hier trifft es dann wieder auf meine Erfahrung. Ich gebe zwar Geld aus, aber ich schaue doch ganz genau hin, wofür. Das liegt gar nicht am Mangel an Geld, sondern eher daran, daß ich mich ärgere, wenn ich Geld für „Schrott“ ausgegeben habe. So sehe ich mir nicht jedes Spiel an, daß ich gerne mal ausprobiert hätte, sondern kaufe nur das, von dem ich sicher bin, daß es gut ist. Ich vermute, mir entgehen dadurch einige gute Titel. Ganz sicher entgehen aber der Industrie dadurch Einnahmen.

Das Märchen vom bösen Raubkopierer sollte die Industrie vielleicht einmal überdenken, wenn es ihr nicht nur dazu dienen soll, ehrliche Kunden mit immer neuen Schranken vor ihrem Spielspaß „zu bewahren“. Am Ende vergrault das nämlich mehr Kunden, als man ehemalige Raubkopierer als Kunden neu gewinnt.

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Farmwars 2

Es mag sein, daß ich es etwas übertreibe. Ich habe in der Gilde die Aufgabe übernommen, vier Berufe auszuüben. Das liegt eben auch daran, daß ich Berufe gerne mache.

Grundsätzlich finde ich auch schön, wie das in „Guild Wars 2“ mit dem Crafting geregelt ist. Allerdings kann man nicht davon sprechen, daß man für die Berufe nicht farmen müßte und daß sie völlig anders sind als in anderen MMOs.

Um z.B. als Rüstungsschmied etwas herstellen zu können, braucht man Kupfer, was man sammeln kann, Jute, was Mobs droppen bzw. was man aus gedropten Stoffgegenständen wiederverwerten kann und – jetzt kommt die Crux – sechs verschiedene Dinge, die Monster droppen:

  • Blut (+ Kraft)
  • Giftbeutel (+ Zustandsschaden)
  • Knochensplitter (+ Vitalität)
  • Klauen (+ Pzäzision)
  • Totems (+ Heilung)
  • Schuppen (+ Zähgikeit

Davon abgesehen, daß Stoff und Leder rar sind, weil man sie nicht gezielt farmen kann, sondern auf Drops angewiesen ist, sind die sechs Dinge, die Monster noch droppen, am rarsten und der Engpaß für jeden Beruf. Braucht man für die erste Stufe noch 3 von diesen Dingen, erhöht sich das bei der nächsten auf 8. D.h. also, für alles, was man herstellen will, braucht man 8 von diesen kleinen, fiesen Drops.

Ein Problem, das im Moment noch dazu kommt, ist, daß der Handelsposten nicht bzw. nur sporadisch funktioniert. Aber auch wenn er funktionieren würde, ist dank der fiesen Dropchance dieser Dinger die Wahrscheinlichkeit gering, daß sich die Preise sehr ändern. Im Moment zahlt man für ein Teil um 1 Silber. Braucht man drei Teile für einen Ausrüstungsgegenstand, der dann beim Händler um die 20-30 Kupfer wert ist und im Handelsposten auch nicht viel mehr, würde man kräftig drauflegen, wenn man sich die Dinge für den Beruf kauft. Für 3-4 Silber dagegen nimmt einem niemand die Erzeugnisse des Berufs ab.

Die Preise liegen einerseits sicher daran, daß derzeit viele Spieler ihre Berufe leveln und daher eine große Nachfrage herrscht. Andererseits offenbart sich aber auch ein Designfehler für die Berufe darin, daß man für die Berufe Rüstungsschmied, Lederer, Schneider, Waffenschmied, Konstrukteur und Waidmann die gleichen 6 Drops braucht.

Als Juwelier dagegen, der sich nur 2 Edelsteine mit dem Konstrukteur teilt, sieht es mit Nachschub gut aus. Gleiches gilt für den Koch, der nichts an Materialien mit anderen Berufen gemeinsam hat.

Ich habe die letzten zwei Tage jedenfalls ausschließlich gefarmt, bin nun Level 23 und immer noch nicht aus dem Anfägergebieten raus, weil ich nur dort die Rohstoffe und Drops finde, die ich im Moment für meine Berufe brauche.

Allerdings bin ich auch nicht böse drum. Jeder spielt das Spiel so, wie er mag und das ist eben meine Spielweise.

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Ich liebe Entwickler mit Humor

Im Moment häufen sich in „Guild Wars 2“ die Beschwerden von Spielern, die die Meldung bekommen:

Account aufgrund von nicht akzeptablem Verhalten gesperrt. Versucht es erneut, nachdem die Sperre aufgehoben wurde. – Fehlercode 45:6:3:2114

Deswegen sah sich ArenaNet genötigt, diesen ganzen Engelchen mal zu sagen, weswegen sie gesperrt wurden. Den Beitrag findet man bei Reddit und er ist wirklich wunderbar zu lesen.

Klar können einem im Eifer des Gefechts Beleidigungen rausrutschen. Aber mal ehrlich, das muß doch nicht sein. Und um den Spielern das beizubringen, gibt es eben von ArenaNet einen 3-Tages-Bann.

An dem Beitrag sieht man aber auch, daß viele Accounts von Goldsellern gehackt wurden. Ich frage mich, wie das so schnell nach Release ging. Waren da einige sehr unvorsichtig mit ihren Daten.

Der Beitrag von ArenaNet zeigt jedenfalls, was von den meisten der Spieler zu halten ist, die sich in Foren über einen Bann beschweren, obwohl sie ja gar nichts getan hätten.

Wer Probleme wegen des oben genannten Fehlercodes hat, kann sich in dem obigen Beitrag direkt an ArenaNet wenden. Ihm wird geholfen.

Ach ja und das Gerücht, daß man gesperrt wird, wenn drei andere den eigenen Namen gemeldet haben, ist auch falsch, wie ArenaNet ebenfalls in dem Beitrag bestätigt.

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Wozu die ganzen Streßtests?

Seit 25.08.2012, 6 Uhr (GMT+1) sind die Server von „Guild Wars 2“ nun online. Ich war noch am Überlegen, ob ich mir den frühen Zeitpunkt antue. Ich hatte mir zwar meinen Wecker gestellt, allerdings ist der auch schnell ausgedrückt. Aber die Autoalarmanlage meines Nachbarn, die Punkt 5:21 Uhr an diesem Tag höllischen Lärm machte und mich nachhaltig aus dem Schlaf holte, nahm mir die Entscheidung ab.

Ich saß dann also vor dem PC und war um kurz nach 6 Uhr drin. Ich hatte noch etwas gearbeitet und E-Mails geschrieben, um mir die halbe Stunde Zeit zu vertreiben.

Ich hatte Gelegenheit, mir zwei meiner drei Wunschnamen für Asura und Sylvari zu sichern. Nur für diese Rassen halte ich als Rollenspieler aufgrund der Hintergrundgeschichte Namen aus einem Wort für in Ordnung. Meine anderen Charaktere bekommen Vor- und Nachname, bei denen ich selbst in „Guild Wars“ als Späteinsteiger nach 7 Jahren keine Probleme hatte, welche zu finden.

Um die Namen zu sichern, habe ich mir schnell Charaktere erstellt, ohne sie groß zu designen. Man kann sie ja später löschen, der Name bleibt dann 24 Stunden reserviert und man kann in Ruhe einen neuen Charakter erstellen und ihm den Namen geben.

Als ich dann dabei war, meinen Hauptcharakter, einen Krieger der Norn, zu machen, kam ich – erfreulicherweise, da ich den Charakter sonst wahrscheinlich hätte neu machen müssen – noch bis um Intro, an dessen Ende ich dann mit schwarzem Bildschirm da stand. Zwar lief das Spiel noch, aber es ließ sich nichts mehr machen. Also Client geschlossen und neu gestartet. Von da ab kam ich aber nicht mehr rein. Ich bin dann einfach wieder ins Bett gegangen.

Irgendwann vormittags um 11 Uhr rum konnte ich dann nochmal zwei Stunden spielen. Dann hingen die Server wieder bis nachmittags.

Seitdem habe ich nicht mehr viel gemacht, nur noch zwei Charaktere erstellt und das Tutorial mit ihnen gespielt. Es macht mir derzeit einfach keinen Spaß.

Gilden-, Handelsposten-, Post-, Gruppen-, Instanz-, Überlaufs-, HoM-, und naheliegende Probleme sind bekannt und werden bearbeitet

Ramon Domke von ArenaNet auf Twitter

Hier eine kleine Liste der Fehler, abseits von den Loginproblemen:

  • Der Handelsposten (und damit die einzige Möglichkeit im Spiel, zu handeln) geht nicht
  • Gilden funktionieren nicht richtig
    Gilden gründen ist Glückssache; Mitglieder einladen auch; gestern bin ich (als Chef) aus meiner eigenen Gilde geflogen und komme nicht wieder rein; Erfahrungspunkte werden für die Gilde nicht gesammelt und vieles mehr
  • Die Post im Spiel funktioniert nicht
  • Gruppen gehen nicht oder nicht richtig. Die Folge ist, daß man nicht zusammen spielen kann.
  • Instanzen haben Bugs (weiß ich jetzt nur aus den offiziellen Bekanntmachungen, siehe oben)
  • die Halle der Monumente in „Guild Wars 2“ geht nicht richtig
    Anfangs bekam ich den Teleportstein, der einen dahin bringen soll, nicht. Man mußte ihn in Löwenstein bei einem NPC holen. Inzwischen haben meine neuen Charaktere den Stein aber in der Post und ich war auch schon da. Soweit sie geht und Sachen drin sind ist es sehr komfortabel, Ausrüstungen ein anderes Aussehen zu geben.
  • und dann haben wir noch Probleme mit Überlaufservern

Tja, was soll man sagen. Ich bin zwar auf einen Stotter-Start bei einem MMORPG gefaßt, aber ArenaNet hat mir mit „Guild Wars 2“ gute Hoffnung gemacht, daß es diesmal nicht so läuft. Diese Hoffnung wurde durch die Betawochenenden und die Streßtests genährt. Allerdings wurden die Bugs immer schlimmer, je näher wir an den Release kamen.

Sie kamen scheinbar doch am Ende in Zeitdruck und haben viele Dinge verschlimmbessert.

Im Moment bin ich froh, daß ich „Guild Wars“ spielen kann und dort noch etwas vor habe. „Guild Wars 2“ macht mir im Moment einfach nicht so viel Spaß. Durch die Beta habe ich ja schon gespielt und bin nicht mehr so angefixt, wie neue Spieler, die noch gar nicht reinschauen durften. Außerdem macht es mir eben keinen Spaß, alleine durch die Welt zu gehen. Ich möchte mit meiner Liebsten oder der Gilde spielen und nicht stumm und alleine durchs Spiel laufen.

Da warte ich lieber noch etwas und steige später ein, wenn die gröbsten Bugs behoben sind.

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Kinect und seine Tücken

Die neuen Bewegungssteuerungen bei Konsolenspielen machen es Spielern nicht leicht. Mitspielern sogar noch weniger. Aber vor allem werden weder Kleinkinder noch Haustiere verschont.

Da hoffe ich doch, daß uns PC-Spielern solche Steuerungsmöglichkeiten noch lange fehlen werden. Mit Maus und Tastatur zu steuern ist dann doch viel ungefährlicher für die unsere Umwelt. Übrigens sind das nicht alles Spiele mit Kinect, sondern die gute alte Wii ist auch dabei.

Aber schaut selber, was alles passieren kann:

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Guild Wars 2 kommt… na und

Ich habe auf den Release von „Guild Wars 2“ wirklich gewartet. Jetzt, wo es nur noch ein Tag und ein paar Stunden bis zum Frühstart sind, ist mir etwas anderes wichtiger.

In „Guild Wars“ läuft derzeit das Event „Erinnerungen des Reisenden„, mit dem der Start von „Guild Wars 2“ gefeiert wird. Es gibt eine Quest, für die man in den drei Kampagnen „Prophecies“, „Factions“ und „Nightfall“, sowie im Addon „Eye of the North“ bestimmte Orte besuchen muß.

Meine Liebste und ich haben die Quest angefangen, ohne zu wissen, was es dafür gibt. Inzwischen wissen wir es. Es gibt eine Qual-Waffe, die man in der Halle der Monumente ausstellen kann.

Das gibt nur einen Punkt in der Halle, aber darauf kommt es mir jetzt gar nicht mehr an. Wir haben die Orte besucht, außer in Elona, der Kampagne „Nightfall“, weil wir die noch gar nicht angefangen hatten.

„Prophecies“ und „Eye of the North“ waren einfach, weil wir da schon überall waren. Die Orte mußten wir nur ablaufen. Mit Cantha aus der Kampagne „Factions“ war das anders. Zwar hatten wir das auch schon durchgespielt, aber wir waren nur bei der Fraktion der Kurzick gewesen, nicht bei den Luxon. Wir wußten zuerst gar nicht, wie man an die beiden Orte bei den Luxon kommt. Das war für uns noch alles unaufgedeckte Karte. Ich hatte z.B., obwohl ich Cantha „durchgespielt“, also die Primärquestreihe bis zum Ende erledigt hatte, nur etwas über 42% der Karte aufgedeckt.

Schließlich haben wir herausgefunden, wie man zu den Orten kommt. Wir mußten den Quest Freundschaft mit den Luxon machen, der erforderte, dort 10.000 Rufpunkte zu sammeln. Das war schon ziemlich happig und nahm zwei Tage in Anspruch, weil wir ja auch am Tag nicht viel Zeit zum Spielen haben. Aber es gab keinen Weg drum herum. Meine Liebste mußte davor sogar noch 2.000 Rufpunke bei den Kurzick machen, weil man Punkte erst ab 5.000 Punkte gegen ein Teil eintauschen kann, von denen man später 80 für eine Rüstung braucht. Hätte sie das nicht getan, hätte sie sonst die 3.000 Punkte verloren. Das ist etwas, was ein Gelegenheitsspieler nicht einfach so macht, auch wenn wir wahrscheinlich diese Rüstung nie zusammen bekommen.

Gestern konnten wir nun Cantha endlich abschließen.

Was allerdings jetzt noch aussteht, ist Elona. Dort muß man, wie es aussieht, die Primärquestreihe bis zum Ödland durchspielen, um alle Orte besuchen zu können, die man für die Questreiche „Erinnerungen des Reisenden“ braucht.

Das schaffen wir natürlich bei unserer begrenzten Spielzeit nicht mehr bis zum Frühstart von „Guild Wars 2“. Und da das Event nur noch bis zum 30.08.2012 geht, man also auch bis dahin nur die Quest abgeben kann, werden wir Elona bis zu diesem Datum zumindest soweit durchspielen müssen, damit wir an die Ort kommen, um die Questreihe abschließen zu können.

Wie gesagt, auf die Belohnung kommt es mir gar nicht an. Es kommt mir darauf an, die Questreihe zu schaffen. Außerdem hat sie bei mir den Spaß an „Guild Wars“ neu geweckt. Das Spiel ist zwar inzwischen 7 Jahre alt, aber es ist wirklich wert, gespielt zu werden, weil es schöne Geschichten erzählt.

Ich werde mich also bei „Guild Wars 2“ zum Frühstart einloggen, meine Charaktere erstellen und versuchen, mir meine Einwort-Wunschnamen zu sichern (die anderen kann man sich ja schon durch Erstellung entsprechender Charaktere in „Guild Wars“ sichern), aber dann doch „Guild Wars“ weiterspielen, bis ich die Questreihe abgeschlossen habe.

„Guild Wars 2“ läuft mir ja nicht weg und das werde ich die nächsten Jahre spielen. Also ist keine Eile geboten.

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