Warum soll man dafür monatlich zahlen?

Ich konnte jetzt bei einem Freund, der im Betatest von „The Elder Scrolls Online“ einen Platz bekommen hat, mal einige Zeit über die Schulter sehen.

Was ich da gesehen habe, war nicht schlecht. Allerdings habe ich auch hier die Befürchtung, daß „TESO“ das gleiche Problem wie „Star Wars: The Old Republic“ haben wird. Als Rollenspiel schön und gut und wenn es als Einzelspielerspiel verkauft würde, hätten die Spieler sicherlich auch Spaß daran.

Aber warum zum Teufel soll ich ein Abonnement dafür abschließen und monatlich dafür zahlen?

Den MMO-Teil würde ich im günstigsten Fall unkomfortabel nennen. Man kann sicher auch ganz andere Ausdrücke dafür verwenden. Die meinen aber alle eins: „TESO“ ist nicht auf dem Stand der Zeit, was die Spielbarkeit als MMO betrifft. Und wie ich schon bei vielen anderen Spielen angemerkt habe, die heute als Flops dastehen: Es läßt sich nachher nichts mehr gut machen. Wenn diese Schwächen, die nur etwas mit der Bedien- und Spielbarkeit zu tun haben, nicht bis zum Release ausgemerzt werden, wird die Karawane weiterziehen.

Bei einem MMORPG möchte ich mit oder gegen andere Spieler spielen. „TESO“ bietet mir in diesem Bereich zu wenig. Vielleicht hätte der Entwickler Zenimax weniger Wert auf vollvertonte Quest („SW:TOR“, ick hör Dir trapsen) legen sollen und sich mehr Gedanken darüber machen, wie man das MMO-Gefühl beim Spieler herstellt.

„The Elder Scrolls Online“ ist ein Spiel für Leute, die gerne eine schöne Welt erforschen und interessante Quests machen wollen, aber das wäre beides außerhalb eines MMOs besser aufgehoben.

Als Fazit werde ich den Eindruck nicht los, daß man eher darauf geschaut hat, für das Modell eines Einzelspielerspiels monatliche Gebühren abgreifen zu können als darauf, ein echtes MMO zu entwickeln. Die Abo-Gebühren dienen dabei eher als Ersatz für die Verkaufspreise von DLCs und Addons.

Ob diese Kalkulation des Publishers aufgegeben wird, bleibt abzuwarten. Ich bin eher skeptisch und ich finde es schade, daß „TESO“, an das sich viele Hoffnungen für die Wiederbelebung das Abo-Modell in MMOs geknüpft haben, eigentlich schon jetzt auf einem sich vorzeichnenden Weg in die langfristige Erfolglosigkeit ist.

Es würde mich wundern, wenn nicht nach 1 bis 1 1/2 Jahren nach Release das Abo-Modell über Bord geworfen und auf „f2p“ umgestellt wird. Eine Art Shop ist ja schon vorhanden. Vielleicht traut der Entwickler dem eigenen Plänen nicht und hat bereits eine Alternative B in der Schublade liegen.

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3 Antworten zu Warum soll man dafür monatlich zahlen?

  1. nomadenseele schreibt:

    “The Elder Scrolls Online” ist ein Spiel für Leute, die gerne eine schöne Welt erforschen und interessante Quests machen wollen, aber das wäre beides außerhalb eines MMOs besser aufgehoben.

    – Es könnte also ein Spiel für mich sein.

    • jarlskor schreibt:

      Die Frage ist nur, ob man bereit ist, dafür monatliche Gebühren zu zahlen. Meiner Einschätzung ist es als Einzelspielerspiel sehr gut. Nur der MMO-Part funktioniert nicht.

      Daher wäre es besser als Einzelspielertitel mit DLCs als Geldmaschine statt mit monatlichen Gebühren aufgehoben.

      • nomadenseele schreibt:

        Ich bin auch eher ein Einzelspieler 🙂 . Letztendlich liegt aber noch Skyrim auf meinem Steam-Account rum, jetzt kommt der Sommer und gegen Ende des Jahres wohl das neue WoW-Addon. Also sieht es schlecht aus.

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