Wo geht die Reise hin?

Diese Frage stelle ich mir bei „Star Wars: The Old Republic“ immer noch.

Am 09.03.2012 gab John Riccitiello, der Chef des Publishers Electronic Arts, im Rahmen eines Investorengesprächs neue Zahlen zu „SW:TOR“ bekannt. Danach soll es im Moment 1,7 Mio. aktive Abonnenten haben und man rechne mit 2 Mio. bis Juni.

Das klingt erstmal sehr gut. Schaut man in die derzeitigen Zahlen zu „SW:TOR“ bei vgcharzt, dann steht das Spiel mit Stand am 03.03.2012 bei 2.189.631 Verkäufen weltweit. Von diesen Zahlen ausgehend wären derzeit 78% der Käufer auch aktive Abonnenten. Das ist etwas mehr, als man bei MMORPGs erwartet. Der Wert der Spieler, die sich das Spiel anschauen, aber denen es nicht gefällt, liegt meist bei um die 30%. Allerdings befinden sich eine Anzahl Spieler, die das Spiel erst später gekauft haben, noch im sog. „Freimonat“, der als Spielzeit im Spiel enthalten ist.

Die Zahlen können also insgesamt stimmen. Das würde gute Aussichten für „SW:TOR“ versprechen.

Allerdings bleibt bei mir weiter ein ungutes Gefühl. Meine Liebste würde sagen, das ist mein Grundpessimismus (allerdings drückt sie das etwas… hm, direkter … aus).

Daß es einen großen Beitrag über Geisterserver im offiziellen Forum gibt, der sich schon auf Teil 2 erstreckt, ist nur eines der Zeichen. Aber auch nichts Unnormales, denn die anfänglichen Warteschlangen, verbunden mit der Eröffnung neuer Server und dem Aufhören von Spielern nach dem Probemonat führt eben dazu, daß weniger bevölkerte Server entstehen. Deswegen gehen Spieler beim Start eines MMOs ja nicht gerne auf leere Server, weil die nach Abklingen des großen Ansturms zum Start noch leerer werden.

Interessanter ist da schon, wie es bei ebay aussieht. Dort werden Accounts mit Highlevel-Charakteren für das Spiel verkauft. Obwohl die Hersteller das verbieten, kommt es immer wieder vor. Viele Spieler, die keine Lust mehr auf ein Spiel haben, wollen so den gezahlten Kaufpreis zurück bekommen.

Bei „SW:TOR“ klappt das, aber gerade so. Kein Vergleich zu „World of Warcraft“ zu seinen besten Zeiten, wo Highend-Chars schon mal ein paar Hunderter brachten.  Wer keinen 50er Charakter auf seinem Account anzubieten hat, bekommt sogar nicht mal mehr den Kaufpreis des Spiels heraus, sondern muß sich mit erheblich weniger begnügen.

Das ist für mich ein Alarmzeichen. Diese Entwicklung kennt man nämlich aus Titeln, die nachher gefloppt sind. Aber wie gesagt, es ist ein kleines Zeichen in all den anderen, die Normalität vermitteln.

Vielleicht ist es ja wirklich nur ein Gefühl von mir. Oder ich sehe es als PvPler so, da auf diesem Gebiet „SW:TOR“ auf voller Linie versagt hat.

Letztlich wird sich das Durchhaltevermögen des Spiels erst zeigen, wenn „Guild Wars 2“ und „Diablo 3“, die ich dank ihrer Abo-Freiheit als größte Konkurrenten ansehe, rauskommen. „TERA“ und „Mists of Pandaria“, das vierte „WoW“-Addon, werden sicher auch eine Rolle spielen.

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