Die Zukunft des MMORPG

Wie wird die Zukunft der MMORPGs aussehen?

Gerade habe ich einen Bericht gelesen, daß zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der Aufzeichnungen im Jahre 2002 die Einnahmen aus Abonnements bei MMOs zurückgegangen sind.
2008 brachte eine Steigerung von 21,6%, 2009 noch von 10%, aber in 2010 ist ein Rückgang von 5% aufgetreten.  Das dürften so um die $ 120 Milliarden sein. Es klingt erstmal viel, aber wenn man das Gesamtvolumen von $1,58 Billionen bedenkt, die das Geschäft immer noch bringt, ist es erstaunlich gering.

Es stellt sich die Frage, ob die Spitze nun überschritten ist oder ob es nur ein kurzzeitiger Einbruch ist, bevor es wieder aufwärts geht.

Vieles spricht dafür, daß wir 2009 den Höhepunkt bei den Abo-Spielen erlebt haben. Denn der Markt der MMOs insgesamt ging nicht zurück, sondern steigerte sich um 5% auf $2,7 Billionen in 2010. Davon machten Spiele mit Mikrotransaktionen $1,13 Billionen aus. Dieser Anteil stieg um 24 % gegenüber 2009.

Das heißt zwar nicht, daß einzelne MMOs Kunden verlieren. Das Flaggschiff „WoW“ steht immer noch sehr gut da. Es ist aber abzusehen, daß in Zukunft nur noch wirkliche Ausnahme-MMOs Abogebühren verlangen können. Alle anderen werden früher oder später das Geschäftsmodell mehr oder weniger umstellen oder mit einem kleineren Kundenkreis leben müssen.

Da habe ich mich an einen Kommentar erinnert, den ich bei youtube unter einem Video von „Guild Wars 2“ gelesen habe:

This game is going to be incredible. The next step in MMO’s and games in general. 100% dynamic events, stunning visuals, huge explorable environments, e-sports, casual, and world PvP. A design philosophy where priority is given to skill and teamwork, rather than gear and group composition means this is the future of MMO’s. And its free to play 😀

Der erste Satz ist etwas zu enthusiastisch. Aber der zweite Satz gibt einem schon zu denken. Die Zukunft des MMOs wird immer am Geschäftsmodell fest gemacht. Aber das Geschäftsmodell ist nebensächlich. Es kommt erst zum Tragen, wenn das Spiel nicht von sich aus viele Spieler anspricht. Das muß nicht einmal heißen, daß ein Spiel schlecht ist. Es reicht, wenn es nicht genug Freiraum für viele verschiedene Spielweisen bietet.

Ein Design-Philosophie, die vorwiegend Wert auf Geschick und Teamarbeit liegt, statt auf Ausrüstung und Zusammensetzung der Gruppe. Und – das könnte man noch ergänzen – die einen großen Kundenkreis alleine damit anspricht, daß für viele etwas im Spiel zu tun ist.

Und das Tüpfelchen auf dem „i“, sobald man es gekauft hat, kann man es kostenlos spielen.

Das könnte wirklich die Zukunft des MMOs sein.

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Eine Antwort zu Die Zukunft des MMORPG

  1. Daniel Koch schreibt:

    Der Artikel ist zwar ein bisschen alt, aber wäre nett wenn du auf meiner Seite ein Kommentar zu dem Thema aber etwas aktueller schreiben würdest:
    http://gamezzworld.de/2012/01/08/mmorpg-s-in-einigen-jahren-keine-zukunft-fur-runes-of-magic-und-co/

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