APB – Das hat sich seit meinem Betabericht geändert

Erstaunlicherweise ist mein Beitrag zum Ende der APB-Closed Beta „APB Reloaded – mieser als APB“ vom Mai 2011 einer der am meisten aufgerufenen Beiträge in meinem Blog. Scheinbar hat meine Einschätzung auf einigen Seiten die Runde gemacht. Das schließe ich auch daraus, daß mit weitem Abstand vor meinen anderen APB Reloaded Beiträgen dieser Beitrag gelesen wird und nur dieser Beitrag.

Nun, ich habe natürlich keinen Einfluß darauf, was meine Leser lesen. Wr sich nur diesen einen Beitrag anschaut und nichts anderes, gewinnt einen Eindruck, wie ich das Spiel damals einschätzte. Inzwischen hat sich, wie immer bei MMOs, einiges geändert und ich stelle hier einmal selber meine damalige Einschätzung auf den Prüfstand.

Cheater gibt es immer noch. Dazu habe ich ja gerade etwas geschrieben und sogar einen der Cheater interviewen können. Zwar will GamersFirst nun nicht nur Accounts sperren, sondern indentifizierte Cheater  komplett ausschließen, indem sie anhand der Hardwareausstattung ihres PCs oder der IP geblockt werden, aber auch das sind keine sicheren Verfahren.

Das Cheaterproblem bei einem kostenlosen Spiel ist eben schwer in den Griff zu bekommen. Ein erkannter und gebannter Cheater macht sich einfach einen neuen Account. Es kostet ja nichts. Die Problematik wird es also weiter geben, wenn auch nicht mehr so heftig, wie in der Closed Beta, weil es nun mehr Spieler gibt und man nicht dauernd auf Cheater trifft.

Das Problem, daß für niedriglevelige Spieler mit Anfängerwaffen und ohne Upgrades hochlevelige Spieler nahezu untötbar waren, besteht weiter, auch wenn die Upgrades dadurch entschärft wurden, daß man das Upgrade für mehr Leben mit dem Upgrade für Lebensregeneration nicht mehr zusammen anwenden kann. Außerdem ist ein Spieler mit dem Upgrade für mehr Leben langsamer, je stärker das Upgrade ist. Bei +30% schleicht man dahin, als hätte man ein Scharfschützengewehr oder einen Raketenwerfer ausgerüstet. Aber ein Spieler mit 30% mehr Leben bzw. Regeneration und einer besseren Waffe ist für einen Spieler, der auf niedrigem Level ist, immer noch sehr schwer zu knacken.

Das Mieten von Waffen für Ingame-Währung stellt sich inzwischen anders da.
Man kann, auch wenn man nur einige Stunden in der Woche spielt, sich durchaus durchschnittliche Waffen leisten. Man verdient dafür genug. Allerdings nur für eine Waffe. Will man eine Hauptwaffe für nah und eine für fern, z.B. Maschinengewehr und Scharfschützengewehr, um je nach Situation wechseln zu können, geht es nicht, weil es einfach zu teuer ist. Da sind die Vielspieler, die sich entsprechende Waffen leisten können, immer überlegen. Es fehlt immer noch ein System, das erlaubt, z.B. nur für X Stunden Spielzeit eine Waffe zu kaufen, statt für 10 Tage.

Die Upgrades (für Waffen, Fahrzeuge, Charakter) dagegen, kann man immer wieder wechseln, wenn sie einmal gekauft sind. Läuft die Mietzeit einer Waffe ab, hat man das darin eingesetzte Upgrade wieder im Inventar.
Das ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem originalen „APB“, wo das Upgrade zerstört wurde, wenn man es ersetzt hat.

Das Matchmaking ist durchwachsen. Auch wenn man nun nicht mehr, wie in der Closed Beta, laufend auf Gegner trifft, die wirklich als Gruppe zusammen spielen, weil es einfach mehr Spieler geworden sind und man zur Not einfach den Distrikt (den Server, auf dem man gerade spielt) wechseln kann, ist die Auswahl, die das Matchmaking trifft, nicht immer nachvollziehbar. Da steht man z.B. alleine gegen drei Gegner oder man bekommt eine Gruppe mit goldener Stufe, während man selber unten in Silber steht. Selbst wenn man dann mit 6 gegen 4 antritt, ist der Ausgang klar.

Allerdings sind die Stufen auch ziemlich egal. Belohnungen erhält man aufgrund seiner Bedrohungsstufe, die während der einzelnen Spielesession ständig steigt. Es ist also besser, einige Zeit am Stück zu spielen, statt hin und wieder eine halbe oder eine Stunde.
Die Stufen dienen nur dazu, einem Gegner zuzuordnen. Nur das geht, wie oben beschrieben, öfter mal schief.

Gerade für neue Spieler kann das dann sehr frustrierend sein. Ich spiele meist in Random-Gruppen. Da kann ich dann noch so gut sein, oft verliert man einfach, weil die Mitspieler die einfachsten Mechaniken im Spiel nicht kennen, z.B. lieber Kills sammeln, statt die Aufgabe zu erfüllen. Wenn ich dann mal alleine rumziehe, weil sich keine Gruppe findet, werden mir Anfänger als Gegner zugelost. Viele davon loggen dann einfach aus, wenn sie kein Land sehen. Das ist für sie genauso frustrierend, wie für mich. Ich verliere lieber gegen eine gute Gruppe auf Stufe Gold, von denen ich einige dennoch besiegen kann, als gegen einen blutigen Anfänger der am Anfang von Bronze steht, zu spielen.

Das Fazit im Moment: „APB Reloaded“ bleibt durchwachsen. Es kann hin und wieder Spaß machen, vor allem wenn man gute Mitspieler findet. Aber es kann auch sehr frustrierend sein, wenn man mal wieder einen Cheater trifft.

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