Ich bin ein Noob

Kürzlich fragte mich ein Bekannter, weswegen ich in meinem Blog so wenig über „Aion“ schreibe. „Das ist doch das, was Du gerade spielst“, meinte er. Der Grund ist einfach: Ich bin ein Noob.

Laut Wikipedia ist Noob die Bezeichnung für „einen Neuling, meist bei Online-Spielen, der als lernunwillig erscheint„. Lernunwillig, genau das bin ich in „Aion“. Das Spiel war von mir als Übergangslösung gedacht. Es hat mich nie derart vom Stuhl gerissen, daß ich dort bleiben wollte. Übergang war es von „WoW“, wo ich nach kurzem Ausflug nach „WAR“ wieder etwas Neues suchte, weil „WoW“ für mich einfach ausgelutscht war. Es gab von Anfang an Dinge in Aion, die mich davon abbrachten, das Spiel „für länger“ zu planen. Wenn ich meinen alten Beitrag dazu lese, hat sich da auch nicht viel geändert. Dabei ist „für länger“  so eine Sache. „Aion“ spiele ich nun seit Release am 25.09.2009 und bereits schon vorher in der europäischen Beta. Das sind – muß ich zum Erschrecken feststellen – nun auch schon fast wieder zwei Jahre.

Bisher gab es aber eben auch keine Alternative für mich. „Rift„, das als einziges in Frage gekommen wäre, war mir zu „WoW“-lastig.

Ich hatte in Aion nie den Ehrgeiz, den ich noch zu WoW-Zeiten hatte, gut mitzuspielen. Dazu kam mein „WoW“-Trauma: Ich habe Instanzen hassen gelernt. In „WoW“ dienten sie am Schluß nur noch dazu, für Ausrüstung zu farmen, zu farmen, zu farmen. In „Aion“ meide ich daher Instanzen. Meine geringe Levelgeschwindigkeit kam mir da sehr zugute. Als ich auf Level 50 ankam, war die Erweiterung bis Level 55 schon da. Ich mußte also gar nicht auf die Idee kommen, die 50er Instanzen zu besuchen. Jetzt bin ich Level 55 und habe meine Spielzeit sehr eingeschränkt. Meine Liebste spielt auch kaum noch. Man trifft sich abends im Spiel, quatscht ein wenig, macht die Mentorquests mit unseren Mains und den jeweiligen Twinks und noch den Alabaster-Quests und loggt dann wieder aus.

Hin und wieder kommt eine Einladung für eine Instanz bei mir an. Aber da weiß ich oft gar nicht, wo es hingehen soll, weil mir die Abkürzungen kaum bekannt sind. Ich lehne dann höflich ab. Meine Liebste, die als Klerikerin viel mehr Anfragen bekommt, beantwortet sie schon gar nicht mehr. Sie ist auch ein Noob.

Es lohnt sich für uns eben nicht, Spielzeit und damit Lebenszeit in ein Spiel zu stecken, von dem man weiß, daß es spätestens mit dem Erscheinen von „Guild Wars 2“ sein Ende haben wird. Alles, was man erreichen kann, ist flüchtige virtuelle Ausstattung seiner Charaktere. Aber das lohnt nicht, etwas zu machen, was man nicht mag. Aion bietet für uns zu wenig. Ein bißchen Entspannung abends, mehr nicht.

Da bin ich dann gerne ein Noob.

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3 Antworten zu Ich bin ein Noob

  1. Pingback: 6 Tage « WoW- Journal von Nomadenseele

  2. nomadenseele schreibt:

    Dazu kam mein „WoW“-Traum:

    Da ist ein Tipp-Fehler drin: WoW – Trauma; Kommentar kann gelöscht werden.

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