Abonnentenzahlen wieder auf dem Stand vor Cataclysm

Ich hatte kürzlich die Verkaufszahlen der WoW-Erweiterungen analysiert und daraus geschlossen, daß die Abonnentenzahlen, die Blizzard angibt, nicht stimmen können.

Nun hat, wie buffed meldet, Michael Morhaime im Rahmen der Telefonkonferenz zum vergangenen Activision-Blizzard-Geschäftsquartal erklärt, daß die Abonnentenzahlen im März 2011 wieder auf dem Stand vor dem Release von „Catacylsm“ sind.

Machen wir uns nichts vor, WoW ist das erfolgreichste MMORPG und wird es auch noch lange bleiben. Andere Publisher wären froh, wenn sie nur einen Bruchteil der Nutzer von WoW hätten.

Trotzdem… interessant finde ich, daß Blizzard erstmals einen Schwund der Abozahlen zugibt. Bisher wurden ja nur neue Spitzenwerte verkündet. Daß die Zahlen dazwischen auch mal zurück gingen, konnte man nur vermuten.
Aber bereits vor „Cataclysm“ war WoW, was die Aktivität der Spieler betraf, sehr stark abgerutscht. Das konnte man damals bei buffed sehen, als noch die Jahreswerte der Nutzung zu sehen waren.

Die Spieler hätten „Cataclysm“ zu schnell durchgespielt, erklärt Blizzard. Nun, war das nicht absehbar, nachdem es nur 5 neue Levelstufen von 80 auf 85 gab? Die Neugestaltung der Welt war ja – egal wie man inhaltlich darüber denkt – kaum geeignet, Spieler, die meistens seit Jahren spielen und massig Twinks haben, dazu zu bringen, noch einen weiteren Twink zu machen. Zumal es ja kein Problem ist, einfach gegen Bezahlung das Volk zu wechseln, wenn man unbedingt einen Worf oder Goblin spielen möchte.

Blizzard hat es unterlassen, die Slotzahl auf Servern zu erhöhen. Man hätte ja nichts an der Gesamtzahl der Charaktere ändern müssen. Nur will man als Spieler, verständlicherweise, auf seinem Heimatserver twinken und nicht irgendwo einen neuen Char aufmachen. Daher dürften auch viele Spieler davon abgesehen haben, die umgestalteten Gebiete mit den neuen Völkern zu erkunden.

So ganz nehme ich Morhaime seine Gelassenheit nicht ab. Je älter WoW wird, desto weniger Spieler werden zurückkommen, nachdem sie sich ein neues MMO angesehen haben. Das ist einfach der Zahn der Zeit, der an WoW nagt. Und je mehr Spieler wegbleiben, desto größere Kreise wird es schlagen, denn jedes MMO lebt nach wie vor vom sozialen Kontakt. Das ist der Leim, der zusammen hält, lange nachdem die Inhalte durchgespielt sind. Nur mit jedem Spieler, der geht, wird der Leim einer Gruppe weniger.

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