Wacht Blizzard endlich auf?

Eine Aktualisierung der Patchnotes für Patch 4.1 für Blizzards „World of Warcraft“ enthält folgende Ergänzung zum Dungeon Finder:

The Dungeon Finder will attempt to place players from the same realm in a party together.

Es sollen also Spieler vom gleichen Server vorranging zusammen spielen. Nicht nur von mir war ja der Hauptkritikpunkt am Dungeon Finder war, daß er die Anonymität fördert, weil man mit Spielern zusammen geworfen wird, die man nie wieder sieht. Damit ist es unmöglich, Freundschaften zu schließen, wie es früher passierte, wenn man mit anderen Spielern solche Herausforderungen wie Instanzen meisterte.

Außerdem führt Blizzard einen Guild Finder ein. Der erlaubt es Gildenleitern und gildenlosen Spielern, nach Mitgliedern bzw. Gilden zu suchen. Dabei kann man einstellen, was die Preferenzen sind, z.B.

  • Quests machen
  • PvP
  • Rollenspiel
  • Dungeons
  • Raids

Man muß sich mal vorstellen, sogar Rollenspiel kann man wählen. Ist doch Blizzard in den letzten Jahren nicht gerade als Förderer dieses Teils von MMORPGs aufgetreten.

Außerdem lassen sich die Klassenrollen – Tank, Heiler DDler – einstellen und man kann eingeben, ob man eher an Wochentagen oder Wochenenden Zeit hat. Zu guter letzt kann man auch noch einen Kommentar schreiben.

Das ist eine erstklassige Idee. Ich bin ja eher ein Kritiker von Blizzard, aber mal ehrlich, wenn sie etwas Gutes machen, sage ich das auch. Und diese Ideen sind wirklich erstklassig.

Sollte Blizzard wirklich aufgewacht sein und gemerkt haben, daß die soziale Interaktion zwischen den Spielern der Leim ist, der ein MMORPG zusammen hält?

Falls das so ist, habe ich doch noch Hoffnung für WoW und besonders für das neu geplante MMO „Titan“, in das ja die guten Ideen und Erfahrungen, die Blizzard mit WoW gemacht hat, einfließen dürften.

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2 Antworten zu Wacht Blizzard endlich auf?

  1. nomadenseele schreibt:

    Um ehrlich zu sein glaube ich kaum, dass das Feature, Spieler vom Server xyz in eine Gruppe zu stecken, die Interaktion auf eben dem Realm fördert. Erfahrungsgemäß entstehen langfristige Bekanntschaften dadurch, dass man öfter zusammenspielt.

    Man wusste also z.B. dass man meine Druidin lieber nicht als Tank mitnimmt, dafür aber abc. Also spielte man öfter mit abc zusammen, sah den Betreffenden auf den Marktplatz und grüßte ihn. Vielleicht fand man sich gegenseitig auch ganz nett und wechselte die Gilde oder bekam dort einen Raidplatz. Dies sehe ich durch das Tool nicht gegeben, gerade weil bei Zufallsbekanntschaften, welche man nie wieder trifft, eher die Fehler in Erinnerung bleiben, als wenn alles normal verläuft.

  2. jarlskor schreibt:

    Ja schon. Aber so gibt man den Spieler wenigstens die Möglichkeit, sich mit Zufallsbekanntschaften für das nächste Mal wieder zu verabreden. Vorher war das ja ganz unmöglich, wenn die Spieler immer von anderen Servern kamen.

    Es kommt natürlich immer auf das gemeinsame Erlebnis an. Wenn man ohne viel Worte eine Instanz „abarbeitet“ ist das etwas ganz anderes, als wenn man sich diese Instanz erst erspielen muß. Es spielen noch viel mehr Faktoren eine Rolle.

    Der Grundstock meiner WoW-Gilde, die fünf Jahre hielt, war ein mißlungener Durchlauf durch die Todesminen und der erfolgreiche 2. Versuch, zu dem man sich danach dann verabredet hat. Andere Gruppen hätten vielleicht nie einen 2. Versuch in der Konstellation gemacht.

    Hauptfaktor bleibt weiterhin der Mensch hinter dem Spielecharakter.

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