Es kann nur einen geben

Filmplakat Highlander

Filmplakat des Filmes Highlander

Es kann nur einen geben (There can be only one), war 1986 der Untertitel zum Film Highlander, der mit der Musik der Gruppe Queen unterlegt war. Der Film war als abgeschlossene Geschichte geplant, aber nachdem er so einen großen Erfolg hatte, wurden Fortsetzungen gedreht. Diese erreichten allerdings nie die Qualität des Originals.

Schaut man sich heute den MMORPG-Markt an, so gibt es auch ein sehr erfolgreiches MMORPG mit World of Warcraft und eine Menge andere, die in die Fußstapfen des Erfolges treten wollen, es aber nicht schaffen.

Dabei sind die Probleme selber gemacht. Neuestes Beispiel ist das Superhelden MMO „DC Universe Online“ von Sony. $ 50 Millionen soll Sony in das Spiel gesteckt haben. Trotzdem wurde das Spiel laut Vorabtest der Gamestar mit „schlampiger Übersetzung, fummeliger Benutzeroberfläche, kaputtem Sprach- und Text-Chat, defekten Gildenfunktionen und vielen weitere Macken“ auf die Spieler losgelassen.

Das sind die „üblichen“ Kinderkrankheiten eines MMOs, heißt es oft. Trion zeigt mit Rift, daß es nicht so sein muß. Das Spiel läuft in der Beta schon fast fehlerfrei.

Bei MMOs ist der Ersteindruck der freien Spielzeit von 30 Tagen entscheidend. Überzeugt ein Spiel, das auf dem Abo-Modell beruht, in dieser Zeit die Kunden nicht, wird es ad acta gelegt. Danach besteht kaum noch eine Chance für ein Spiel, eine Menge neuer Kunden zu gewinnen. Es ist „verbrannt“.
Eine Ausnahme gibt es nur, wenn man das Geschäftsmodell ändert, vom Abomodell abrückt und ein free to play mit Shop einfügt, wie es kürzlich bei „Herr der Ringe Online“ geschah.

Unter diesen Voraussetzungen frage ich mich, wieso die Branche nicht lernt, daß es heftige Bugs in Spielen nicht mehr geben darf, da ich sonst meine Kunden nicht halten kann. Das Argument, daß es z.B. bei WoW am Anfang auch Bugs gab, zieht nicht, denn damals gab es kaum Konkurrenz. Heute aber habe ich mit WoW selber den größten Konkurrenten am Markt, gegen den ich mich erstmal behaupten muß. Das scheint aber bei der Branche immer noch nicht angekommen zu sein.

Um auf den Gedanken von oben zurückzukommen: Es kann nur einen geben! Die meisten Spieler haben nicht genug Zeit, um mehr als ein MMORPG ernsthaft zu spielen. Viele hätten auch nicht das Geld, mehr als ein Abo zu bezahlen oder sehen nicht den Sinn, für ein Spiel, daß sie kaum spielen, ein Abo laufen zu lassen. Das man zwei Abos nebeneinander laufen hat, passiert höchstens in Übergangszeiten, wenn man sich vom alten Spiel noch nicht lösen kann oder will, obwohl man schon nach Neuem sucht.
Das heißt für die Hersteller, sie haben ein begrenztes Potential an Kunden und wer bei der Konkurrenz ist, ist nicht bei ihnen. Ich sehe allerdings nicht, daß die Hersteller darauf reagieren. Es werden weiter Spiele unfertig auf den Markt geworfen, wo ein paar Wochen mehr Entwicklungszeit ein besseres Spielerlebnis für die Spieler gebracht hätten. So kann man bei Einzelspielerspielen vorgehen, denn wenn die verkauft sind, sind die Gewinne drinnen. Bei MMOs klappt das aber nicht.

Alleine, um die Kosten wieder herein zu bekommen, braucht Sony für sein MMO eine Menge Abonnenten, die länger dabei bleiben. Ich zweifele, ob das bei so einen Start klappt.

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