Quests von Spielern für Spieler

Cryptic, die Entwickler von Star Trek Online haben in einem Beitrag im ofiziellen Forum ein neues Tool für das Spiel angekündigt. Bei The Foundry soll es sich um ein Tool handeln, das Spielern die Möglichkeit gibt, Quests für andere Spieler zu entwerfen.

Das Spiel selber habe ich in der Beta mal ausprobiert und auch mit dem Gedanken gespielt, ein Lifetime-Abo abzuschließen. Nach einigen Spielstunden hat sich das Gedankenspiel jedoch erledigt und das Spiel ist von der Festplatte geflogen. Es war damals einfach noch nicht fertig, und nach dem Warhammer Online Desaster bin ich doch sehr vorsichtig mit neuen Spielen geworden, die zum Start nicht halten, was sie versprechen.

Das neue Tool, das sie da ankündigen, ist gar nicht so neu, wenn man z.B. „Modding“ weiter faßt, im Sinne von Erstellen neuer Inhalte von Spielern für Spieler. Auch früher gab es schon Tools, die Spielern erlaubten, neue Inhalte für alle zu erstellen. Gerade Strategiespiele lebten davon und Starcraft 2 bietet ein sehr umfangreiches Tool dieser Art.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Entwickler eines MMOs auf diese Idee kamen, denn was ist billiger, als Spieler ihre eigenen Inhalte machen zu lassen?

Eve Online soll davon leben, obwohl ich da keine eigenen Erfahrungen habe. Dort läuft das auch etwas anders. EVE soll als Sandbox-MMO einfach eine Welt bieten, in der Spieler eigenständig agieren können.

Das ist faszinierend, aber nicht für jeden etwas. Die MOO-Community ist in ihrer Masse eher questorientiert. Das packt dieses neue Tool nun an und will neues Questfutter bieten, ohne damit die Designer und somit den Geldbeutel des Herstellers zu belasten.

Dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen. Wer Mods kennt, der weiß, daß diese oftmals besser sind als die Originalversion des Spiels. Wie mächtig das Tool sein wird und was man damit alles machen kann, wird sich zeigen müssen.

Aber ein Schritt in die richtige Richtung ist es meiner Ansicht nach schon.
Man stelle sich nur ein MMO vor, in dem ein Spieler z.B. nur Händler sein will. Er könnte sich in einer Stadt ansiedeln und anderen Spielern die Aufgabe stellen, Material für ihn zu sammeln. Und das ist nur eine Facette und eine, die mir mangels Phantasie eben eingefallen ist. Es gibt sicher viele andere Möglichkeiten, wenn so etwas mal richtig durchdacht und durchentwickelt ist.
Damit könnte man wirklich eine lebendige Welt schaffen.

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Eine Antwort zu Quests von Spielern für Spieler

  1. Rictus schreibt:

    Cryptic sind auch nicht die ersten, die das in einem MMO anbieten (werden). City of Heroes (ehemals produziert von Cryptic) hat schon seit geraumer den sogenannten Mission Architect (der im Nachhinein eine ganze Menge Probleme bereitet hat) und Ryzom mit Ryzom Ring war da sogar noch früher dran.

    Der Architect in CoH hat den Nachteil, daß das Drumherum etwas steril ist (man muss sich in einem Architect Entertainment Center befinden, um die Missionen zu spielen) während es bei Ryzom den Anschein hat, dass man spontan und überall den Ring benutzen kann, um Abenteuer zu bestehen. Letzteres ist aber nur ANnahme meinerseits, da ich Ryzom nie gespielt habe.

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