Aion – Ein neuer Anfang

Tja Aion. Es hat am Anfang eine Menge Spaß gemacht. Auch hier hatte ich in der sog. „Beta“ gespielt, die ja nur eine Promotionaktion für das westliche Publikum war. Aion war da ja schon in Asien ca. ein Jahr auf dem Markt.

Von einer Grindlastigkeit des Spiels haben anfangs wir nichts mitbekommen. Wenn man alle Quests gemacht und seine zwei Herstellungsberufe und die beiden Sammelfähigkeiten gelevelt hat, bekam man immer ordentlich Erfahrungspunkte. Uns kam auch noch zugute, daß wir nicht die schnellsten beim Leveln sind. Wir wollen uns eher die Welt ansehen und alles in Ruhe machen. Bis wir dann im „grindlastigen“ Inhalt waren, gab es weitere Anpassungen für den westlichen Markt in Form von mehr Quests, die auch noch mehr Erfahrungspunkte brachten.

Faszinierend war auch, daß man für alles, was man tat, Erfahrung bekam. Für die Berufsausübung genauso wie für das Sammeln von Material für die Berufe. Das kannten wir aus WoW so nicht.

PvP hat man so nebenbei wahrgenommen. Da waren eben Asmodier (sog. Asmos oder Raben), die man als Elyos (bzw. Tauben) umgehauen hat… oder man wurde umgehauen.

Im Abyss haben wir ein bißchen was gemacht, aber meiner Liebsten war es dann doch zu stressig, da richtig zu questen, zumal zu dieser Zeit schon vorkam, daß beschäftigungslose 50er (das ist derzeit noch das höchste Level) Jagd auf die Kleinen gemacht haben.

Und da sind wir schon bei der großen bzw. einer der großen Schwächen von Aion. Es gibt kein faires PvP, also das aufeinandertreffen von Spielern unter gleichen bzw. ähnlichen Level- und Ausrüstungsvoraussetzungen. Es ist nicht so kraß wie in WoW, wo man mit ein paar Level Unterschied bzw. dann auf Maximallevel mit entsprechendem Ausrüstungsunterschied kein Licht mehr sieht. In Aion kann man wenigstens oft noch flüchten oder wenn man in starker Überzahl ist auch noch den einen oder anderen besiegen. Aber wenn man dann in das zweite Questgebiet kommt, in das Spieler der Gegenseite durch Risse einfallen können, ist das Questen extrem nervig. Mit fast 15 Level Unterschied auf einen Gegner mit der besten (goldenen) PvP-Ausrüstung zu treffen, ist als würde man von einem Wirbelsturm getroffen. Keine Chance, überhaupt zu reagieren.

Und mal ehrlich, es mag Spieler geben, die das genießen, einen gottähnlichen Status in so einem Spiel auszuüben. Das sind erfahrungsgemäß die, die Duellen mit gleichwertigen Gegnern aus dem Weg gehen.
Aber auf der anderen Seite, bei den Unterlegenen, gibt es keinen, der es mag, ständig Opfer zu sein. Dann gibt es die, die sich durchbeißen, um irgendwann auch den gottähnlichen Status zu erreichen, aber die große Masse gibt dem Spieldesign die Schuld. Davon gehen dann einige in die Foren und prangern die Mißstände an. Der große Teil aber, der schließt einfach ruhig mit dem Spiel ab und kündigt das Abo.

Die andere große Schwäche, auf die wir bei Aion in den höheren Leveln trafen, ist die „Grindlastigkeit“, von der wir vorher nichts oder nicht viel gemerkt hatten.
Irgendwann ist man bei den Berufen am Ende und kommt nicht mehr weiter, ohne eine Unmenge Material reinzustecken. Ohne viel Geld oder eine große Gilde kommt man nicht an das Material. Also ist hier Schluß.
Genauso kommt man beim Questen an einen Punkt, wo es immer wieder die gleichen grindigen Wiederholquests gibt. Oder man rennt 30x in die gleiche Instanz für bestimmte Ausrüstung. Letzteres ist etwas, weswegen wir u.a. mit WoW aufgehört hatten.

Bereits jetzt ist abzusehen, daß mit Aion bei uns irgendwann Schluß ist.

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